Einweg vs. Mehrweg

Der Umwelt zuliebe

Von Jens Bartels · 2016

Mehrwegflaschen gibt es in verschiedenen Formen und Farben.

Der Vergleich zeigt: Mehrwegflaschen sind umweltfreundlicher als Einwegflaschen. Dabei ist es unerheblich, ob die Flaschen aus Glas oder aus Kunststoff bestehen. Allerdings ist es gar nicht so einfach, diese nachhaltigste Verpackung für Getränke im Regal des Supermarktes oder Getränkehändlers auch schnell zu erkennen.

Die Diskussion ist nicht neu und das Ergebnis auch nicht: Wer Umwelt und Klima schonen möchte, sollte sich beim Kauf von Getränken für regional befüllte Mehrwegflaschen entscheiden. Darauf weist zum Beispiel das Umweltbundesamt hin. Dabei ist es unerheblich, ob es sich um eine Flasche aus Glas oder um eine PET-Mehrwegflasche handelt. Die Hauptargumente: Mehrwegflaschen können mehrfach abgefüllt werden und sparen so im Vergleich zu Einwegverpackungen Ressourcen. Zugleich benötigt die Herstellung und Entsorgung von Einwegflaschen viel Energie. Das trifft auch auf Dosen aus Blech und Aluminium zu. Nicht zuletzt nutzen hauptsächlich regionale Abfüller Mehrwegsysteme, entsprechend kurz und ökologisch vorteilhaft sind insbesondere die Transportwege von Mehrwegflaschen aus der Region.

Mehrweg am Logo erkennen

Aber wie können Konsumenten wissen, ob sie Getränke in Mehrweg- oder Einwegflaschen in der Hand halten? So einfach ist das leider nicht. Denn durch das Pflichtpfand auf Einweggetränkeverpackungen im Jahr 2006 ist es schwieriger geworden, echte Mehrwegflaschen unzweifelhaft zu erkennen. Zu den Unterscheidungsmerkmalen zählen: Auf Einwegflaschen findet sich das dpg-Symbol, die Pfandhöhe auf diese ökologisch unvorteilhaften Verpackungen beträgt derzeit immer 25 Cent. Dagegen finden Verbraucher auf Mehrwegflaschen das Logo „Mehrweg – Für die Umwelt“ oder das Umweltzeichen „Blauer Engel“. Das Pfand auf Mehrwegflaschen beträgt in der Regel acht oder 15 Cent.

Leere Flaschen zurückbringen

Unabhängig von der Frage nach Einweg oder Mehrweg gilt: Wer leere Flaschen zurück zum Handel bringt, entlastet stets die Umwelt. Hier hat die Einführung des Pfandes auf Einwegverpackungen viel bewegt. Für umweltbewusste Menschen hat das Umweltbundesamt übrigens noch einen weiteren Tipp parat. „Trinken Sie Wasser aus dem Wasserhahn: Pur oder selbst gesprudelt ist es das umweltfreundlichste Getränk.“ 

Wussten Sie schon:

Laut einer Studie von MenteFactum (Mai 2015) können nur 52 Prozent der Verbraucher in Deutschland zwischen Einweg und Mehrweg unterscheiden. 44 Prozent der Deutschen schätzen ihr Wissen über das am 1. Mai 2006 eingeführte Einweg-Pfandsystem als eher schlecht bis sehr schlecht ein. 35 Prozent der Befragten bekennen, über das dsg-Pfandsystem auch nach einem Jahrzehnt keinerlei Wissen zu haben.