Neue Ideen der Verpackungsbranche

Neue Ideen für eine wachsende Industrie

Von Alexandra Grossmann · 2015

Die Verpackungsbranche boomt. Gesellschaftliche Veränderungen bescheren uns kleinere Portionen, Fertiggerichte und Verpackungen, deren Ursprung möglichst natürlich und nachhaltig sein soll. Dies gelingt zum Teil.

Wir kennen es alle: Da liegen sie, die Käsescheiben in der Klarsichtfolie, appetitlich und fein aufgereiht. Wir suchen die kleine Lasche an der Kante, justieren, ziehen sie vorsichtig hoch – und wieder reißt die Folie in der Mitte durch. Da bleibt nur, den Käse komplett aufzuessen, vertrocknen zu lassen oder ihn selbst neu einzuwickeln. Ärgerlich. Auch für den Hersteller, denn die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass wir uns die Sache merken und beim nächsten Einkauf zu einem anderen Käse greifen. Dabei liegt dieser wie fast jeder Verpackung im Handel ein ausgeklügeltes System zugrunde, an dessen Entwicklung viele Menschen, Arbeitsschritte, Maschinen und Geld beteiligt waren. Kein Produkt ist wie das andere, heißt es, und jedes braucht eine eigene, genau passende Verpackung. Ressourcenschonend und umweltfreundlich soll sie sein, wenig kosten und doch so ansprechend sein, dass der Kunde aus einer schier unendlichen Zahl von Konkurrenten genau dieses eine Produkt wählt. Und das am besten immer wieder. Dabei lässt sich das Kaufverhalten von Menschen nur schwer im Voraus berechnen, allen Stichproben und Marktforschungen zum Trotz. Fast zwei Drittel aller Kaufentscheidungen werden vor dem Regal getroffen und fallen, selbst wenn es sich um die gleiche Person handelt, meist anders aus als bei vorherigen Tests.

Quelle: Forsa, 2000