Transport

Sicher auf dem Weg zum Ziel

Von Alexandra Grossmann · 2015

An Transportverpackungen werden viele und hohe Ansprüche gestellt. Je nach Art der Güter und des Weges, der zurückgelegt werden muss, sind bestimmte Risikofaktoren zu beachten. Besondere Regeln gelten überdies für Chemikalien, verderbliche Güter oder empfindliche Medikamente.

Sie sollen die Ware schützen, geringe Kosten verursachen und gut im Handling sein: Transportverpackungen sind so unterschiedlich wie die Ware, die sie umgeben. Dabei gelten ganz andere Anforderungen je nach Produkt; oftmals sind eine ganze Reihe von Packmitteln beteiligt, von Behältern über Folien oder Schaumstoff. Es gilt, den Gefahren vorzubeugen, die eintreten können. Risikofaktoren wie Temperatur oder Feuchtigkeit können etwa zur Bildung von Kondenswasser führen, Gase können sich bei falscher Verpackung entzünden. Die Ware muss vor Stößen geschützt sein und vor Licht, Insekten oder Schimmelpilze können eindringen.

Notfallzentralen eingerichtet

Besondere Anforderungen gelten bei Gefahrengütern wie Chemikalien, denn sie können erhebliche Schäden bei Mensch und Umwelt verursachen. Hier gelten die Regeln des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR), das sowohl die Gesundheitsgefahren als auch Notfallmaßnahmen festlegt. Zudem unterhalten 130 Deutsche und 49 Österreichische Unternehmen der Chemischen Industrie das Transport-Unfall-Informations- und Hilfeleistungssystem (TUIS), das telefonische Notfallzentralen unterhält und Fachpersonal in Unternehmen schickt, um bei der Wahl des richtigen Transports zu beraten. Verderbliche Fracht, vor allem Lebensmittel, werden heute permanent um die ganze Welt verfrachtet. Hier gilt es, die gesamte Lieferkette zu berücksichtigen, damit die Rosen aus Kenia und die Mandarinen aus Marokko unbeschadet im Supermarkt ankommen. Dabei gibt es einen steigenden Trend vom Flugzeug hin zum Schiff: Laut einer Studie des Unternehmens Seabury, lag die Verlagerung in den Jahren 2000 bis 2023 bei 5,4 Millionen Tonnen von Gütern.

Variable Klimazonen

Schiffe werden immer beliebter, weil sie zur Sicherung der Kühlkette beitragen, was bei Blumen, Obst oder Fisch besonders wichtig ist. Einige Kühlschiffe haben heute spezielle Systeme zur Kontrolle der Raumatmosphäre, so dass zum Beispiel Früchte beim Transport kontrolliert reifen und erntefrisch im Handel ankommen. Sie sind auch mit verschiedenen Abteilungen ausgestattet, damit die Ware die jeweils richtige Temperatur hat und mit mehreren hundert Messpunkten zur elektronischen Überwachung. Variable Klimazonen findet derzeit auch ihren Weg zur Pharmaindustrie, die bei manchen Arzneien die ununterbrochene Kühlung garantieren müssen, um die Wirksamkeit des Medikaments zu gewährleisten. Bislang wurden solche Arzneimittel überwiegend mit Kühltaschen mit Kühlakkus transportiert. Mittlerweile aber sind auch Fahrzeuge, im Einsatz, die während des Transports die Temperatur messen und je nach Anforderung anpassen.