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Interview

„Der Ressourcenschutz liegt auch in unserer Verantwortung“

Von Henkel AG & Co. KGaA · 2016

„Produzierende Unternehmen haben eine besondere Verantwortung für Klimaschutz und Ressourcenschonung“, meint Oliver Bossmann, Corporate Vice President im Geschäftsfeld Verpackungs- und Konsumgüterklebstoffe für Europa bei Henkel. Das Unternehmen optimiert deshalb nicht nur die eigenen Prozesse, sondern unterstützt auch seine Kunden, die Produktion effizienter zu gestalten.

Sie haben Ihre Produktionsverfahren in den vergangenen Jahren immer wieder angepasst und verbessert. 

Das sehen wir als unsere Pflicht. Auf der Weltklimakonferenz im vergangenen Herbst haben sich alle Länder ambitionierte Ziele gesetzt. Damit diese auch wirklich erreicht werden, müssen nicht nur die Regierungen, sondern auch die Industrieunternehmen ihren Beitrag leisten. Deshalb optimieren wir, wo wir können – besonders für unsere Kunden.

Was haben Sie hier erreicht? 

Henkel verfolgt eine übergreifende Nachhaltigkeitsstrategie: Bis zum Jahr 2030 sollen unsere Produkte und Prozesse dreimal effizienter sein als heute. Daran orientieren wir uns auch bei der Entwicklung von Klebstoffen. Zum Beispiel konnten wir bei der Produktion kaseinfreier Aquence XP Produkte unseren Wasserverbrauch im Vergleich zu kaseinhaltigen Technologien um über 90 Prozent senken. Unsere Technomelt Cool Produkte, Schmelzklebstoffe zum Verkleben von Schachteln, Stiegen oder Kartonen, sparen bei unseren Kunden Energie und Ressourcen. Denn die Auftragstemperatur beträgt nicht wie bei Standard-Hotmelts rund 160 Grad, sondern kann auf bis zu 100 Grad gesenkt werden.
Außerdem sorgen unsere Equipment-Lösungen für einen effizienteren Klebstoffeinsatz – zum Beispiel sowohl im End of Line- als auch im Kaschier-Prozess von Wellpappe bei Verpackungsherstellern. Dort senkt beispielsweise unsere Aeration-Systemlösung den Verbrauch bei gleicher Kaschierfläche signifikant. Dies gelingt durch die Aufschäumung speziell dafür entwickelter Aquence LA Kaschierklebstoffe.

Die Lebensmittelsicherheit bei Verpackungen ist für Verbraucher ein sensibles Thema. 

…und das müssen die Hersteller ernst nehmen. Welche Inhaltsstoffe stecken in einem Produkt? Wie wurde es hergestellt? Und wer war daran beteiligt? Der Verbraucher erwartet Antworten auf diese Fragen. Wir leisten mehr als nur die Einhaltung der lebensmittelsicherheitsrelevanten gesetzlichen Vorgaben in unserem Produktionsprozess – mit unserer Wissensplattform, dem „Food Safe Packaging Portal“, trainieren wir unter anderem Qualitätsmanager, Verpackungsentwickler oder Einkäufer zur Nutzung von Klebstoffen für die Produktion sicherer Nahrungsmittelverpackungen.

Kann Klebstoff wirklich so viel bewirken? 

Auf den ersten Blick scheint die dünne Schicht Kleber, die den Karton zusammenhält oder das Etikett am Glas befestigt, unwesentlich. Man muss aber das Volumen im Blick behalten. Die Verpackungsindustrie ist ein großer Industriezweig – und wir bedienen neben dem Verpackungsmarkt auch weitere Industrien mit unseren Klebstoffen für Hygiene- und Tissue-Anwendungen oder für Möbel und Bauelemente. Mit unserer übergreifenden Nachhaltigkeitsstrategie können wir schon heute einen wesentlichen Beitrag zum Umweltschutz leisten.

Kontakt

Henkel AG & Co. KGaA
Henkelstraße 67
40589 Düsseldorf
Web: www.henkel.de